Rennrodeln

Ein- und Doppelsitzer

Das Rennrodeln auf Kunst- und Naturbahnen entwickelten sich historisch nebeneinander. Als es 1964 olympische Disziplin wurde entstanden auch Kunstbahnen. Wettbewerbe finden in drei Disziplinen statt: Einzel (Frauen und Männer) und Doppelsitzer (nur Männer). Weltmeisterschaften finden seit 1955 statt und werden inzwischen jährlich ausgetragen. Nur in der Olmypia-Saison findet keine Weltmeisterschaft statt..

Skeleton

Alle Disziplinen

Seinen Ursprung nahm der Skeleton-Sport in der Schweiz. 1884 erbaute eine Gruppe von Briten um W. H. Bulpett eine Eisrennbahn zwischen St. Moritz und Celerina. Am 16. Februar 1885 wurde das erste der legendären Cresta-Rennen, das „Grand National“, ausgetragen. 1887 wagte der erste Fahrer die Abfahrt liegend mit dem Kopf voran. Aus dem Skeleton auf dem „Cresta Run“, das einem vorwiegend elitären Kreis vorbehalten war, entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts der Bobsport und ein knappes Jahrhundert später das Bobbahn-Skeleton.

Beim Skeleton erreichen die Athleten bäuchlings, mit dem Kopf voran Geschwindigkeiten bis zu 145 km/h in Eiskanälen.

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Bob

Mono- und Zweier-Bob

1888 entwickelte der Wilson Smith den Bob. Er war der erste, der zwei Schlitten unter einem Brett montierte, wobei der vordere über Seile gesteuert wurde. Nach dieser Innovation wurden die ersten Rennen ausgetragen, auf natürlichen Rodelbahnen, zumeist auf Forstwegen, welche zum Schlittentransport von Holz im Winter angelegt wurden. Die Seiten der Wege waren von Banden aus Schnee begrenzt.

Seit 1924 ist Bobfahren fester Bestandteil von Olympia. Die ersten Europameisterschaften fanden 1935 in Ilmenau (D) statt. Seit 2000 gibt es auch Weltmeisterschaften im Zweierbob bei den Frauen. Mit den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City (USA) sind die Damenwettkämpfe auch Bestandteil des olympischen Programms.